Achtung!
Wenn du Psychopharmaka absetzen möchtest oder dies bereits getan hast, suche dir Hilfe in einem der Selbsthilfeforen, wie zum Beispiel psyab.net oder survivingantidepressants.org. Diese von Betroffenen ehrenamtlich geführten Plattformen haben schon immens vielen Menschen geholfen, die ihnen verordneten Medikamente in einem risiko-minimierten Ansatz loszuwerden. Die Plattformen sind also voller Erfahrungswissen, hilfreicher Tipps und bieten außerdem eine Übersicht über nicht-medikamentöser hilfreichen Methoden, die Menschen während eines Psychopharmakon-Entzuges nützlich sein können, an.
Auch wenn dein Umfeld dir erzählen will, dass ein nur von Betroffenen geführtes Forum "nicht seriös" sei, nicht wissenschaftlich* genug, und man fremden Menschen im Internet nicht vertrauen kann (obwohl das eigentlich alle, die zum Beispiel täglich auf Instagram unterwegs sind kontinuierlich tun), ist dies nur ein Narrativ, das im medizinischen Kontext, speziell im psychiatrischen, häufig angewendet wird: es zeigt die Hierarchie in einem medizinischen System, welches die Kompetenzen und die Selbstbestimmung von Patient*innen unterschätzt und negiert, und gleichzeitig die Expertise von Ärzt*innen überschätzt und ihnen dadurch extrem viel Macht gibt. Das Internet und speziell Betroffene abzuwerten ist ein uralter Mechanismus, der bestehende Machtstrukturen schützt und Betroffene verunglimpfen will. Das ist letztlich Alltag für all diejenigen, die von Misogynie, Rassismus, Ableismus, etc. pp. betroffen sind.
*Anmerkung: Was definitiv nicht wissenschaftlich ist, ist die Wirksamkeit bei gleichzeitiger Harmlosigkeit dieser zum Beispiel als "Anti"-Depressiva verkauften Medikamente. Ich empfehle hierzu die Lektüre des Buches "Tödliche Medizin und organisierte Kriminalität" von Peter C. Goetzsche, speziell das Kapitel "17 Psychiatrie, das Paradies der Pharmaindustrie".
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